Sprachkompass Suffizienz

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Im Forschungsprojekt «Sprachkompass Suffizienz» werden zentrale Begriffe untersucht, die im Umgang mit unserer Mobilität und Ernährung in Gebrauch sind. Die Forscher gehen der Frage nach, wie Sprache unsere Wahrnehmung zu diesen Themen prägt und suffizientes Denken und Handeln anleitet – oder behindert. Ziel ist es, eine Auseinandersetzung mit Werten und Haltungen zu fördern, die ein nachhaltiges Konsumverhalten begünstigen.

Immer mehr, immer schneller?

In unserem heutigen Lebensstil kommt eine nicht-suffiziente Haltung zum Ausdruck, die schon als «Ethos der Unbescheidenheit» beschrieben wurde. Sprachliches Spiegelbild davonfür sind Begriffe wie Wachstumsmarkt, Schnäppchenjagd, Produktivitätssteigerung etc. Insbesondere die Werbesprache bedient eine umfassende Anspruchskultur. Neben der Werbung wirken auch Medien und Alltagssprache auf unsere Konsumorientierung ein.

Das Forschungsinteresse in diesem Projekt richtet sich insbesondere auf die Themenfelder

  • Alltagsverkehr
  • Touristisches Reisen
  • Food Waste
  • Fleischkonsum

Der «Sprachkompass Suffizienz» basiert auf neuen sprachwissenschaftlichen Methoden der Diskurslinguistik. Sie versteht Sprache als Mittel, um in der Welt zu handeln und diese zu gestalten.

Suffizienz

Unter Suffizienz versteht man die bewusste Reduktion unseres Bedarfs an Rohstoffen – insbesondere von nicht erneuerbaren natürlichen Ressourcen. Das Konzept basiert auf einem Verständnis von Wohlstand und Lebensqualität, das andere Werte als Konsum in den Vordergrund rückt. Letztlich zielt Suffizienz darauf, unsere Ressourcennutzung auf ein Niveau zu bringen, bei dem wir gerade so viel verbrauchen wie nötig – weder zu viel noch zu wenig.

 

 

Weitere Informationen Coming soon
Finanzierung Stiftung Mercator Schweiz
Dauer 1. Juli 2018-30. Juni 2021
Kontakt Dr. Hugo Caviola