Horn von Afrika

Horn of Afrcia

Degradierte Böden, wiederkehrende Dürren und interne Konflikte stellen die Menschen am Horn von Afrika vor große Herausforderungen. Der östliche Teil des Nils im äthiopischen Hochland beispielsweise liefert 85% des gesamten Nilwasserflusses. Dieses wichtige Ökosystem wird jedoch durch eine ernsthafte Bodendegradation geschädigt. Sie gefährdet den Lebensunterhalt von Millionen von Äthiopiern und bedroht zunehmend auch die Bevölkerung in den angrenzenden Ländern. Die Sedimentströme verursachen Schäden an Wasserspeichersystemen, Bewässerungsanlagen und Kraftwerken. In Anbetracht der grossen Abhängigkeit der äthiopischen Bevölkerung von der Subsistenzlandwirtschaft und der Rolle des Hochlandes als wichtiger Lieferant von Agrarprodukten und Wasser, stellt die Bekämpfung der Bodendegradation eine entscheidende Massnahme für eine nachhaltige Entwicklung in der Region dar.

Forschungsschwerpunkte

Die CDE Forschenden und ihre lokalen Partner erarbeiten wissenschaftlich fundierte Daten und Informationen zu Wassermanagement, Landbewirtschaftung und Wasserdiplomatie. Im Rahmen dieser Arbeit bauen sie personelle und institutionelle Kapazitäten im Umweltbereich auf und fördern den Dialog mit der Politik und Gesellschaft. Der Fokus liegt auf dem äthiopischen Hochland, jedoch wird das ganze Nilbecken miteinbezogen, da es ein zusammenhängendes sozioökonomisches System bildet.

  • Isabelle Providoli, Senior Research Scientist, Centre for Development and Environment (CDE), University of Bern, Switzerland
  • Gete Zeleke, Director, Water and Land Resources Centre (WLRC), Addis Abeba, Ethiopia