Zentralasien und Kaukasus

Central Asia

In Zentralasien bilden der Pamir und der Himalaya zwei Bergmassive mit Ressourcen von weitreichender Bedeutung. Von ihnen hängt die Wasserversorgung der umliegenden Länder ab. Ihre Hochtäler und Hänge bilden die Lebensgrundlage der Pastoralisten. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion untergräbt eine kombinierte Wasser-, Energie- und Nahrungsmittelkrise die Ökosysteme und den sozialen Zusammenhalt in Ländern wie Tadschikistan, Kirgistan und Usbekistan.

Die Kaukasus Region hat wie Zentralasien eine postsowjetische Vergangenheit und besteht heute im Kern aus den unabhängigen Staaten Aserbaidschan, Armenien und Georgien. Prägend sind seit Mitte der 1990er Jahre und seit 2008 die Konflikte zwischen Armenien und Aserbaidschan und zwischen Russland und Georgien mit ähnlichen Auswirkungen auf das Ressourcenmanagement und die Umwelt wie in Zentralasien.

Forschungsschwerpunkte

Die Forschung in Zentralasien und im Kaukasus konzentriert sich auf Praktiken für eine gerechte nachhaltige Landnutzung und eine integrative Wasserbewirtschaftung. Dazu kommen der Aufbau von Systemen zur Überwachung natürlicher Ressourcen sowie die Entwicklung angepasster Entscheidungshilfen und Planungsinstrumente. Im Kaukasus betreiben wir zudem Forschung in den Gebieten Raumplanung und nachhaltige Regionalentwicklung, Landschaftsgouvernanz, partizipatives Management von Schutzgebieten, Biodiversität und Weidemanagement. Zudem engagieren wir uns gemeinsam mit den lokalen Partnern in der universitären Ausbildung für nachhaltige Entwicklung.