Interdisziplinäres Zentrum für Nachhaltige Entwicklung und Umwelt (CDE)

Komponente Handlungsfelder

Nachhaltig in Nord und Süd – Globale Gouvernanz und Politikkohärenz mit Fokus auf Ernährungssicherheit

Die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der UNO setzen einen umfassenden Massstab für nachhaltiges Handeln im Norden und im Süden. Um deren Umsetzung effektiv voranzutreiben, müssen die 17 Ziele zueinander in Bezug gesetzt, Synergien identifiziert und Widersprüche aufgedeckt werden. Dabei geht es nicht zuletzt auch darum, Recht und Politik im globalen Norden so zu gestalten, dass sie nicht nur vor Ort, sondern auch im globalen Süden eine nachhaltige Entwicklung voranbringen.

Dieses Modul thematisiert mit Blick auf die globalen Zusammenhänge an verschiedenen Beispielen, wie eine kohärente Politik für Nachhaltige Entwicklung erreicht werden kann. Im Vordergrund steht die nachhaltige Ernährung für Nord und Süd. 

Basisinformationen
Abschluss:
  • Bei Besuch des Einzelmoduls: Teilnahmebestätigung
  • Bei Besuch des Gesamtprogramms: Universitäre Abschlussurkunde Certificate of Advanced Studies CAS Nachhaltige Entwicklung der Universität Bern

Struktur: Einzelmodul
Umfang: 1 ECTS
Dauer: 2 Tage
Daten: 5./6. November 2019
Ort: Universität Bern, CDE, Mittelstrasse 43, 3012 Bern
Unterrichtssprache: Deutsch (einzelne Inhalte auch Französisch oder Englisch)
Zulassung:
Hochschulabschluss, Aufnahmen «sur dossier» möglich
Kosten: CHF 1'320.00
Anmeldung: Bis 18. Oktober 2019
Trägerschaft:
Universität Bern, Centre for Development and Environment (CDE)

Zielgruppe

Personen aus der Privatwirtschaft, öffentlichen Verwaltung und Zivilgesellschaft, welche die Zusammenhänge zwischen einer Nachhaltigen Entwicklung im Norden und im Süden verstehen und neue Ansatzpunkte für nachhaltiges Handeln entdecken wollen.

Modulziele

Die Teilnehmenden 

  • verstehen das Konzept der politischen Kohärenz für Nachhaltige Entwicklung, dessen Einbettung in die und Bedeutung für die Agenda 2030
  • verstehen das Konzept der Ernährungsnachhaltigkeit, das von SDG 2 aufgenommen wird (Hunger beenden, Ernährungssicherheit, nachhaltige Landwirtschaft), und verstehen dessen Bedeutung aus globaler Perspektive
  • können die Ernährungs­nachhaltigkeit zu weiteren SDGs in Bezug setzen (Armutsziel, Klimaziel, Ressourcenziel), verstehen, welche Politikfelder die Ernährungsnachhaltigkeit beeinflussen, und sehen effektive Handlungsmöglichkeiten auf nationaler Ebene im globalen Norden und globalen Süden und auf internationaler Ebene
  • verstehen die Verantwortung global tätiger Unternehmen und kennen die Debatten über die diesbezügliche Rolle des Staates
  • erhalten einen Einblick in die Debatte um illegitime Finanzflüsse, verstehen deren Relevanz und erkennen Handlungsmöglichkeiten;
  • erfahren, wie sich globale und lokale sowie staatliche und private Akteure gegenüberstehen und kennen die Schwierigkeiten, Interessenskonflikte aufzulösen.

Arbeitsweise

Referate mit Diskussionen, Gruppenarbeiten und Rollenspiele. Beiträge von weiteren Expertinnen und Experten aus der Privatwirtschaft und der Verwaltung ergänzen die Sichtweise.

Leitung

Elisabeth Bürgi Bonanomi, Dr. iur, Rechtsanwältin und Völkerrechtsexpertin, Senior Research Scientist am CDE, Dozentin in Nachhaltigkeitsrecht an der Rechtsfakultät, Universität Bern

Markus Giger, Dipl. Ing. Agr. ETH, Co-Leiter Sustainability Governance, CDE, Universität Bern