UNESCO-Chair am CDE

grosser Aletschgletscher
Grosser Aletschgletscher © gevision_Shutterstock

Mit dem UNITWIN chairs programme setzt sich die UNESCO weltweit für über 700 Lehrstühle ein, die Kernthemen der UNESCO abdecken. Einer davon ist «Natur- und Kulturerbe zur nachhaltigen Entwicklung von Berggebieten». Er wird gemeinsam von Stephan Rist, Professor am CDE und am Geografischen Institut der Universität Bern, sowie von Boniface Kiteme, Direktor des Forschungszentrums CETRAD in Kenia geleitet.

Die Ziele des Chairs sind:

  • Aufbau eines internationalen Netzwerks zum Schutz grösserer Berggebiete
  • Anwendung von inter- und transdisziplinären Forschungsmethoden, um das Natur- und Kulturerbe von Berggebieten zu erhalten sowie deren Wertschöpfung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen
  • Aus- und Weiterbildung von akademischen und nicht-akademischen Akteuren in Berggebieten
  • Wissenstransfer und Informationsaustausch unter den verschiedenen Welterbestätten
  • Bewusstseinsbildung für die Bedeutung von Welterbestätten in den Alpen sowie in Berggebieten weltweit mit Open Access-Tools

 

Mount Kenya
Mount Kenya. © Urs Wiesmann

Regionaler Fokus Jungfrau-Aletsch und Ostafrika

Der Chair ist am World Nature Forum in Naters, Wallis, angesiedelt. Dort befindet sich auch das Informations- und Besucherzentrum des UNESCO-Welterbes Swiss Alps Jungfrau-Aletsch. Neben seinem Fokus auf die Jungfrau-Aletschregion verstärkt der Chair mit der Co-Leitung bei CETRAD in Kenia insbesondere die Zusammenarbeit mit Welterbestätten in afrikanischen Berggebieten. Das Netzwerk soll auch in andern Regionen der Welt ausgebaut werden, um dort die nachhaltige Entwicklung in Berggebieten zu fördern.

Unitwin-Programm
CETRAD Kenia
World Nature Forum
Programme of renewable energy (REPIC)

NEWS

UNESCO Chair Saja

Treffen der UNESCO Lehrstühle im World Nature Forum

Anfang Mai haben sich die sieben UNESCO-Lehrstühle der Schweiz zum jährlichen Meeting im World Nature Forum getroffen. Mit dabei auch der UNESCO Chair Natur- und Kulturerbe zur nachhaltigen Entwicklung von Berggebieten. Beim Treffen wurden auch Möglichkeiten nationaler und internationaler Zusammenarbeiten zwischen den Chairs diskutiert.

Medienmitteilung

Human Ecology

The Power of Participation - «Bottom-up institution building in natural resource governance»

Institutionen, die natürliche Ressourcen managen, lassen sich in partizipativen Prozessen durchaus bottom-up aufbauen – wenn der Ansatz der «constitutionality» angewandt wird. Zu diesem Schluss kommt eine Serie von Studien, die in einer Zusammenarbeit von CDE, dem Sozialanthropologischen Institut und dem Geografischen Institut der Universität Bern entstanden sind. Publiziert wurden die Resultate in einer Sondernummer von «Human Ecology», das der topaktuellen Debatte über gesellschaftliche Strukturen, Machtverhältnisse und Partizipation gewidmet ist, die derzeit in der Nachhaltigkeitsgouvernanz geführt wird.

Human Ecology

Zwei Studien widmen sich dem Thema «constitutionality» in UNESCO-Biosphärenreservaten:
Studie zum Biosphärenreservat Reserva Pilón Lajas, Bolivien
Studie zum Biospharenreservat Mount Carmel, Israel

 

Stephan Rist teaching at Universidad de la Frontera
Stephan Rist referiert an der Universidad de la Frontera

Zusammenarbeit zwischen CDE und der Universidad de la Frontera, Chile

2017 vereinbarten das CDE und die Universidad de la Frontera (UFRO) in Chile eine Forschungszusammenarbeit. Diese beinhaltet folgende Bereiche:

  • Verbesserung der Energieeffizienz in bestehenden Bauten in Coyhaique, Südchile
  • Transdisziplinärer Erfahrungsaustausch zu agroökologischen Systemen
  • Zusammenarbeit in Bildung und Unterricht auf Master- und Doktoratsstufe

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