Landwirtschaft und Ernährungssysteme

Kleinbäuerin sortiert im Department Cochabamba, Bolivien, "papalisa" (Ullucus tuberosus), eine schmackhafte Knolle aus den Anden. Foto: Sarah-Lan Mathez-Stiefel


Alle Menschen haben ein Recht darauf, jederzeit Zugang zu ausreichend gesunder, bezahlbarer und kulturell akzeptierter Nahrung zu haben. Deshalb ist es nicht nur wichtig, Landwirtschaft und Agrarpolitik nachhaltig zu gestalten, sondern die Ernährungssysteme an sich. Diese beinhalten alle Faktoren, die mit der Herstellung, Verarbeitung, Verteilung und dem Verzehr von Nahrungsmitteln zusammenhängen – einschliesslich den Auswirkungen dieser Aktivitäten. Ernährungssysteme weisen mithin ein grosses Potenzial auf, auch lebenswerte Mensch-Umweltbeziehungen zu schaffen.

Das CDE forscht nach Ansätzen und Hebeln, die eine umfassende Nachhaltigkeit in Ernährungssystemen unterstützen und deren Komplexität berücksichtigen. Dies reicht vom Erhalt der Produktionsgrundlagen und der Agrobiodiversität bis hin zur Ausgestaltung von Verteilung und Konsum von Nahrungsmitteln. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Ernährungssouveränität von verwundbaren Bevölkerungsgruppen und der (gender-) gerechten Umsetzung nachhaltiger Ernährungssysteme.